Herzratenvariabilitäts-Messung

Herzratenvariabilitäts-Messung und Herzkohärenztraining mit dem HRV-Scanner

hr01Herzratenvariabilität – eine neue Erkenntnis?„Wenn der Herzschlag so regelmäßig wie das Klopfen desSpechts oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben.“
(Wang Shuhe, chinesischer Arzt, 3. Jahrhundert n. Christus)

Bereits seit 1700 Jahren wissen die Ärzte um den medizinischen Wert der Herzratenvariabilität (HRV). Mittlerweile finden sich in der Medline (weltweit größte medizinische Datenbank) fast 8000 Einträge zum Thema HRV und mehr als 600 Einträge zum Thema HRV und Sterblichkeit. Für viele bedeutsame Erkrankungen (Herzinfarkt, Diabetes,…) zählt die HRV zu den am besten untersuchten Risiko-Parametern. Unzählige Studien bestätigen die medizinischen Erfahrungswerte vieler Ärztegenerationen.

Was ist Herzratenvariabilität (HRV)?

Bei Gesunden schlägt das Herz nicht regelmäßig wie ein Uhrwerk, sondern der Abstand zwischen zwei Herzschlägen ändert sich ständig.

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EKG eines Gesunden. Deutlich zu sehen sind die unterschiedlichen Abstände zwischen den Herzschlägen.

 

Wie die Herzratenvariabilität unser Leben begleitet

hr03In der Geburtshilfe wird die HRV in Form der sog. Kardiotokographie (CTG) seit langem als wertvoller Parameter zur Risikobeurteilung des ungeborenen Lebens eingesetzt. Kommt es beim Ungeborenen zu charakteristischen Verringerungen der HRV, kann dies auf gefährliche Komplikationen hinweisen (z.B. Kompression der Nabelschnur) und die Indikation für einen Kaiserschnitt mitbegründen.

hr04Im ambitionierten Amateur- und Profisport ist die HRV mittlerweile eine wichtige Größe zur optimalen Trainingsteuerung. Regelmäßiger Sport verbessert unsere HRV, Ausdruck einer verbesserten Regulationsfähigkeit und einer steigenden Lebenserwartung.

hr05Chronischer Stress verringert die HRV, Ausdruck einer gestörten Schwingungsfähigkeit des kardio-respiratorischen Systems. In der Folge können gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten.

hr06Menschen mit einer geringen HRV haben eine höheres kardiovaskuläres Risiko, d.h. die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts oder eines plötzlichen Herztods ist erhöht. Nach einem durchgemachten Herzinfarkt ist die Sterblichkeit bis zu 4-fach höher, wenn die HRV reduziert ist.

hr07Die Herzratenvariabilität ist Ausdruck des Alterns wichtiger Organsysteme. Mit zunehmendem Alter lässt die Regulationsfähigkeit unseres Körpers nach, die HRV sinkt. Zum Zeitpunkt unseres natürlichen Lebensendes ist auch die HRV auf ein Minimum gesunken. Aus diesem Grund lässt die HRV-Messung Rückschlüsse auf das biologische Alter unseres Körpers zu.

hr08In Ruhe und Entspannung wird die HRV zur Herzkohärenz. Innere Rhythmen von Atmung, Blutdruck und Herzfrequenz synchronisieren sich, der Körper regeneriert. Ein Zustand, der sich durch Herzkohärenz-Training gezielt fördern lässt.

Wie StressBall Ihre Herzratenvariabilität misst

Stressball beinhaltet ein HRV-Test, wie er mittlerweile Standard in der modernen Medizin ist. Er ist als schnell und unkompliziert durchzuführen (1 Minute) und liefert eine zuverlässige Abschätzung Ihrer Herzratenvariabilität. Veränderungen der HRV als Ausdruck von Organstörungen und Erkrankungen lassen sich damit ebenso gut dokumentieren, wie Verbesserungen der HRV durch Sport, gesunder Lebensweise und Herzkohärenztraining.

Herzkohärenz / Herzkohärenztraining

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Ein neuer Ansatz in der Medizin

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass eine Störung des Zusammenspiels zwischen Nervensystem, dem Herzen und dem Gehirn Krankheiten wie Stress, Angst, Depression und Burning-Out verursacht. Deshalb bildet sich weltweit für die Behandlung dieser Zustände eine neuer Ansatz, der vor allem auf den Körper zielt: Herzkohärenz-Training hilft das Zusammenspiel der beteiligten Organsysteme wieder herzustellen.

herzratenv_10Das Gehirn im Gehirn

Neben dem Teil des Gehirns, der für unser Bewusstsein zuständig ist und der uns das logische Denken ermöglicht (Neokortex), gibt es einen Teil des Gehirns, der Sitz unserer Emotionen ist und den man als limbisches System bezeichnet. Das limbische System ist entwicklungsgeschichtlich älter als der Neokortex. Wir Menschen teilen diese Hirnstruktur deshalb mit allen anderen Säugetieren.#

Der Einfluss des Neokortex, also unseres Bewusstseins, auf unser limbisches System ist begrenzt. Wir können unsere Emotionen weit weniger direkt kontrollieren als beispielsweise motorische Körperfunktionen. Deswegen funktioniert es beispielsweise nicht, sich in einer Angstsituation zu befehlen, keine Angst zu haben.

Auf der anderen Seite kann unser limbisches System die Kontrolle über unseren Neokortex übernehmen, ohne dass sich unser Bewusstsein diesem Einfluss entziehen kann. Beispielsweise kann der Anblick einer Spinne zur panikhaften Fluchtreaktion führen, wenn im limbischen System die Spinne mit übersteigert negativen Emotionen besetzt ist. Da nützt es nichts, wenn die Betroffenen sich klar machen, dass objektiv keine Gefahr droht – die Angst bleibt.

Wie Emotionen und körperliche Symptome zusammenhängen

Für das Entstehen von Krankheiten wiederum ist entscheidend, dass wesentliche Teile unserer Körperphysiologie (Blutdruck, Herzschlag, Immunsystem, Verdauung, Hormone usw..) nicht vom Neokortex, sondern vom limbischen System kontrolliert werden.

Das bedeutet, der Hirnteil, in dem unsere Emotionen beherbergt sind, steuert gleichzeitig auch wesentliche Körpervorgänge – ohne dass unser Bewusstsein eine direkte Kontrolle darüber verfügt. Und genau darin besteht die Ursache, warum chronische Überbelastungen (chronischer Stress) aber auch seelische Erkrankungen wie Depressionen oder Angst uns auch körperlich krank machen. Bei diesen Erkrankungen verschlechtert sich gleichzeitig auch die Regelung wichtiger Körperfunktionen.

Herzkohärenz, der Schlüssel zum limbischen System und zu verbesserten Körperfunktionen

Das limbische System lässt sich über körperliche Maßnahmen am besten und am einfachsten erreichen. Eine anerkannte Methode ist Herzkohärenz. Mit StressBall lassen sich zwei charakteristische Arten von Herzschlagschwankungen erkennen: Chaos und Kohärenz.

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Herzkohärenz-Training mit dem StressBall. Das Diagramm zeigt, wie sich mittels Herzkohärenz-Training der ungeordnete, schnelle Herzschlag während der Stressbelastung in ein geordneten, mit der Atmung im Gleichklang schwingenden Verlauf überführen lässt. Dies ist Ausdruck der Aktivierung der „inneren Bremse“ des Parasympathikus

Bei Stresszuständen, Angst, Depression oder Ärger wird der Rhythmus des Pulses ungleichmäßig, bzw. chaotisch. HRV-Biofeedback in Verbindung mit positiven Emotionen führen zur Synchronisation innerer Rhythmen, wie Atmung und Herzschlag. Ergebnis ist ein regelmäßiger Wechsel zwischen Beschleunigung und Bremsen des Herzschlages. Dieser Zustand wird Herzkohärenz genannt. Tägliches Herzkohärenztraining mit Hilfe von StressBall beeinflusst die Körperphysiologie positiv.

 

hrv12Studien zur Herzkohärenz

Studien zufolge wirkt sich die Kohärenz des Herzens auch unmittelbar auf die Leistung des Gehirns und seiner Funktionen aus. Das zeigt sich z.B. an schnelleren Reaktionen und besseren Leistungen unter Stress. Das Kohärenztraining führt bei regelmäßiger Anwendung zu innerer Ruhe. Es ist eine Verhaltensweise, die sich in allen Situationen des Alltagslebens anwenden lässt und langfristig Angst und Depression kontrollieren kann. Studien zu HRV-Biofeedback und Herzkohärenz zeigen erste Erfolge bei Asthma und Erkrankungen des neurotischen Formenkreises.

An der Universität Stanford nahmen Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz an einer Herzkohärenzschulung teil. Die Symptome der Gruppe waren u. a. Atemnot, Müdigkeit, Ängste und Depressionen. Nach sechswöchiger Behandlung hatte das Stressniveau der Gruppe um 22 % , die Depression um 34 % abgenommen und der körperliche Zustand sich um 14% verbessert. Bei der Kontrollgruppe, die mit konventionellen Mitteln behandelt wurde, hatten sich alle genannten Indikatoren verschlechtert.

Sowohl in London, als auch in den USA durchliefen viele Tausende von Angestellten großer Firmen Kohärenzschulungen. Die Nachuntersuchungen zeigten, dass das Training auf allen drei Ebenen wirkte: der körperlichen, der emotionalen und der sozialen. Nach vier Wochen war bei den Teilnehmern der Blutdruck auf Werte abgesunken, als hätten sie zehn Kilo an Gewicht verloren. Eine weitere Studie belegt, dass sich nach vierwöchigem Training je 30 Minuten täglich, der Spiegel des so genannten Jugendhormons (DHEA) um 100% erhöht hatte. Ständiges Herzklopfen verringerte sich binnen drei Monaten, körperliche Verspannungen sanken auf ein Minimum, Schlaflosigkeit, Gefühle von Erschöpfung und Schmerzzustände verringerten sich beträchtlich.

Auch auf psychischer Ebene zeigten sich Veränderungen: die Angestellten gaben an, dass die Angst am Arbeitsplatz, Unzufriedenheit, sowie Wut und Ärger beträchtlich abnahmen.

Wie trainieren?

Das Herzkohärenz-Training kann in meiner Praxis mit dem HRV-Scanner durchgeführt werden. Es empfiehlt sich jedoch, da regelmäßiges Training am sinnvollsten ist, ein eigens für den Endanwender konzipiertes Gerät zu erwerben, den Stress-Piloten. Dieser ist bei der Firma Biosign erhältlich.

www.biosign.de